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Unsere Leute


Sie kommen aus der Armut und sind selbst arm: in einem sehr umfassenden Sinn. Sie waren und sind oft niemandem wirklich wichtig und wert. Sie hatten und haben keine Heimat, vor allem keine seelische (und sehnen sich danach). Manche hatten eine gewalttätige Erziehung oder eine "öffentliche" (Heime) oder waren sich selbst überlassen. Rückhaltlos angenommen wurden sie kaum.

Sie sind meist in irgendeiner Weise beeinträchtigt oder (chronisch) krank und oft ohne Krankenschein und haben Scheu, einen Arzt aufzusuchen. So bedrückt und belastet - verwirrt sich ihnen manchmal die Welt, und sie verlieren sich und die Wirklichkeit. Die Psychiatrie weiß dann auch nicht viel mit ihnen anzufangen. Und manchmal überwältigt sie die Wut und sie zerstören sich und andere. Erfahrungen mit Gefängnissen aller Art haben sie oft auch. So vertrauen viele dem Alkohol, dessen Konsum - mangels Unterkunft - in der Öffentlichkeit passiert und aufreizend wirkt.

Sie sind meist arbeitslos. Die Arbeiten und Arbeitsbedingungen, die unsere Wirtschaft ihnen zu bieten hat, sind für die meisten ungeeignet. Auch die Sozialbürokratie hat oft weder die Zeit noch das Geschick, mit ihnen klientengerecht umzugehen, was allerdings auch schwierig ist.

Der Wohnungsmarkt ist auf (alleinstehende) einkommensschwache, "schwierige" Menschen nicht eingestellt. So bleiben zur Zeit fast nur die Wohnheime. Und wenn - selten genug - passende Wohnungen für sie gefunden werden, dann müssen sie oft erst lernen, wie man wohnt; denn sonst beginnt alles wieder von vorne.


Kreisläufe und Auswege - Problemsicht und Lösungsansatz Kreislaeufe.pdf (27 KB)




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